CSDDD · Corporate Sustainability Due Diligence
CSDDD-Sorgfalt für kritische Mineralien dokumentieren — vor der Anwendung 2029
Die Richtlinie (EU) 2024/1760 (CSDDD), geändert durch Omnibus I (Richtlinie (EU) 2026/470), verpflichtet in-scope Unternehmen zu Due Diligence entlang der chain of activities — Menschenrechte und Umwelt, inklusive kritischer Rohstoffe in der Beschaffung. Nach Omnibus I gilt ein engerer Anwendungsbereich (indikativ: >5.000 Beschäftigte und >1,5 Mrd. € weltweiter Nettoumsatz; Drittstaaten-Äquivalente nach nationaler Umsetzung). ZRG ersetzt keine Rechtsberatung und zertifiziert keine CSDDD-Konformität.
Anwendung
26.07.2029
Umsetzung in nationales Recht bis 26.07.2028. Einheitliches Anwendungsdatum für in-scope Unternehmen: 26.07.2029. Erste jährliche Website-Erklärung: Geschäftsjahre ab 1.1.2030. Kommission-Leitlinien zur Sorgfalt bis 26.07.2027 vorgesehen.
Bußgeld-Obergrenze
max. 3 % Umsatz
Nach Omnibus I: Obergrenze geldlicher Sanktionen 3 % des weltweiten Nettoumsatzes (der frühere Floor „nicht weniger als 5 %“ entfällt). Konkrete Bußgelder setzt der Mitgliedstaat; harmonisierte EU-Haftung entfällt.
Lieferkette
Nachweis fehlt
Konzern-Einkauf und Aufsicht erwarten dokumentierte Sorgfalt für Kobalt, Seltene Erden, Graphit — ohne Akte keine Freigabe neuer Verträge.
Konkretes Risikoszenario für Beschaffung
So läuft es in der Praxis ab — operativer Schaden, nicht Theorie:
Schritt 1
CSDDD-Akte vom Konzern-Einkauf
Ihr Abnehmer verlangt bis Quartalsende die CSDDD-Due-Diligence-Akte für Kobalt und Seltene Erden. Vorhanden: unvollständige CoA, keine chain-of-activities-Zuordnung, kein Beschwerdeverfahren-Nachweis.
Schritt 2
Aufsicht prüft Sorgfalt — Obergrenze 3 %
Die nationale Aufsicht bewertet fehlende identifizierte Auswirkungen in der Mineralienkette. Bußgelder sind mitgliedstaatlich, aber gedeckelt bei max. 3 % des weltweiten Nettoumsatzes. Parallel: Vertragsstopp im Konzern.
Schritt 3
Ersatzbeschaffung ohne dokumentierte Sorgfalt
Lieferant gesperrt, Spot-Markt eng, Preis sprunghaft. Ersatzquelle ohne Herkunfts- und Sorgfaltsnachweis — nächstes Audit-Risiko und Produktionsstillstand.
Was Sie jetzt prüfen sollten
- Due-Diligence-Policy in Governance und Risikomanagement integriert?
- Tatsächliche/potenzielle Auswirkungen für kritische Mineralien identifiziert (v. a. direkte Partner)?
- Beschwerde-/Meldeverfahren dokumentiert und zugänglich?
- Lieferanten, Herkunft und Nachweise revisionssicher in der chain of activities?
So unterstützt ZRG Mineral Ihre CSDDD-Sorgfalt
ZRG ersetzt keine Rechtsberatung — aber es liefert die dokumentierte Datenbasis, die Einkauf, Aufsicht und Konzern-Compliance erwarten:
- · Audit-Trail & PDF-Zertifikat pro Validierung
- · Feldmatrix-Vollständigkeit + Risk Terminal Score
- · Coverage Map: fehlende Lieferanten sichtbar machen
- · Frühwarnungen bei geopolitischem Risiko 6–8 Wochen Vorlauf
Keine Rechtsberatung. Angaben nach Richtlinie (EU) 2024/1760 in der Fassung von Omnibus I (Richtlinie (EU) 2026/470). Konkrete Pflichten hängen von Unternehmensgröße, Sitz und nationaler Umsetzung ab.
